Einstufung oder Bewertung der Bonität (Kreditwürdigkeit) von Staaten und Unternehmen bzgl. der fristgerechten und vollständigen Zins- und Tilgungsleistungen v.a. verbriefter Kredite. Rating-Agenturen wie Moody’s oder Standard & Poor’s beurteilen die Bonität eines Emittenten und seiner Schuldtitel nach einemstandardisierten Verfahren, das nach Art des Emittenten (Staat, Unternehmen) differenziert ist.
Der Realzins ist der tatsächliche Zinsertrag von Wertpapieren nach Einrechnung der Preisentwicklung.Er steht, vereinfacht dargestellt, im folgenden Verhältnis zum Nominalzins:Nominalzins – Inflationsrate = Realzins.
Als Referenzzinssatz bezeichnet man einen für eine bestimmte Laufzeit, Währung und Anlage- oder Kreditform repräsentativen Zinssatz. Der EURIBOR wird z.B. als Referenzzinssatz bezeichnet. Er dient als Basiszinssatz für die laufende Zinsberechnung variabel verzinslicher Wertpapiere im Euro-Raum.
Tatsächlicher Ertrag des eingesetzten Kapitals ausgedrückt in Prozent und normalerweise bezogen auf ein Jahr. Dabei werden bei der Berechnung alle Ankaufs- und Verkaufsgebühren, der Erwerbs- und Rückzahlungskurs, Laufzeit, Form der Tilgung und eventuelle Auf- oder Abschläge mit einbezogen. In der Finanzmathematik jener Zinssatz, mit dem die künftigen Zahlungsströme einer Anleihe abgezinst werden müssen, um in der Summe den aktuellen Barwert / Kurs zu ergeben.
Teilbereich des Kapitalmarkts, der Markt für den Handel mit verzinslichen Wertpapieren.
Die Restlaufzeit beschreibt den verbleibenden Zeitraum bis zur Fälligkeit eines Wertpapiers.
Index, der die Kursentwicklung eines repräsentativen Ausschnitts des deutschen Rentenmarkts widerspiegelt. Der Kursindex REX wird von der Deutsche Börse AG auf Basis der Preise von 30 Referenzanleihen einmal täglich ermittelt.
In der Indexberechnung werden Anleihen des Bundes sowie seiner Sondervermögen mit Laufzeiten von einem bis zehn Jahren und jeweils drei Kupontypen (6; 7, 5 und 9 Prozent) berücksichtigt. Jede dieser 30 Anleihen wird mit ihrem Marktanteil in den einzelnen 30 Laufzeit-Kupon-Klassen gewichtet.
Da Staatsanleihen in exakt dieser Ausstattung kaum existieren, müssen für sie hypothetische Kurse auf Basis von Börsenkursen real existierender Referenzanleihen errechnet werden.
Performance-Index, der neben der Kursentwicklung (siehe REX) auch die Zinserträge von 30 repräsentativen Anleihen des Bundes sowie seiner Sondervermögen berücksichtigt. Er dient der Messung des Anlageerfolgs am Rentenmarkt. Seine Berechnung erfolgt seit 1991 einmal täglich durch die Deutsche Börse AG.

